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Routentipps Genga PDF Drucken E-Mail

Außerhalb des alten Dorfkerns von Genga sind verstreut zahlreiche historische, künstlerische und naturwissenschaftliche Sehenswürdigkeiten zu sehen. Neben den von der Talenge von Frasassi aus zugänglichen Tropfsteinhöhlen sind auch die Burganlage Pierosara und die Ortschaft San Vittore mit ihrer Abteikirche und den naheliegenden, für Inhalationen empfohlenen Schwefelthermen einen Besuch wert.

Route 1
In der Fraktion “San Vittore delle Chiuse” (St. Viktor der Talengen) kann man auf einer Fläche von wenigen Quadratmetern die Urgeschichte der Erde vor dem Erscheinen des Menschen bis zur Blütezeit des Mönchtums und der Abteien im Mittelalter nachvollziehen.

Abtei “San Vittore delle Chiuse”
Die erste Erwähnung der Abtei geht auf Anfang des 11. Jh. zurück, aber wahrscheinlich ist sie älter. Nach den Verbesserungen durch San Romualdo (hl. Romuald) kam das Kloster auch mit Beiträgen aus Schenkungen und Hinterlassenschaften zu Macht und übernahm die Verantwortung für viele Burganlagen und mindestens zweiundvierzig Kirchen in der Umgebung.
Die Abteikirche ist eines der repräsentativsten romanischen Monumente in den Marken. Die runden Linien der Apsiden verleihen der nüchternen Außenstruktur aus sauber zugeschnittenen Kalksteinquadern einen einzigartigen Reiz. Im Mauerwerk öffnen sich schlanke, einbogige Fenster, während sich neben dem Eingang der Glockenturm erhebt, der früher offenkundig als Wehrturm diente.
Die Kirche hat den Grundriss eines griechischen Kreuzes. Der Innenraum ist durch monumentale Pfeiler in drei Schiffe unterteilt, und wenn er nicht schon von der Form her so elegant wäre, könnte man fast sagen, dass er kahl ist. Die Proportionen werden von dem durch die Bogenfenster einfallenden Licht aufeinander abgestimmt und machen die Kirche so zu einer Insel des Friedens und der Meditation.

Museum für Höhlenkunde, Paläontologie und Archäologie - Musan.it
Es ist untergebracht in der ehemaligen Abtei “San Vittore” und in drei Bereiche gegliedert: Naturwissenschaft, Höhlenkunde und Archäologie. Im Erdgeschoss können wir das großes Skelett eines “Ursus Speleus” und vor allem das einzigartige, und wissenschaftlich äußerst wertvolle Ichthyosaurus-Fossil bewundern; ein ungefähr drei Meter langes, im Meer lebendes Reptil, einem Delphin ähnlich, das in der Zeit des Oberjura, vor ungefähr hundertfünfzig Millionen Jahren gelebt hat.
In der archäologischen Abteilung sind die Aschenurnen der im Ortsteil Pianello gefundenen Toten ausgestellt (Bronzezeit, 12. Jh. v. Chr.). Zahlreich sind auch die in den Höhlen der Talenge Frasassi entdeckten Fundstücke, z. B. in den Grotten “dei Baffoni” (Schnauzbärte), “del Mezzogiorno” (Süden) und “del Prete” (Pfarrer), die z. T. von der Kupfersteinzeit (4. Jahrtausend v.Chr.) bis zum Barbaren-Einfall bewohnt waren.
Überdies ist auch der Inhalt eines keltischen Grabes ausgestellt und vor allem das älteste in den Marken entdeckte menschliche Fundstück: ein in der Höhle “Gola della Rossa” (Schlucht der Roten) gefundener Schädel.

Route 2
Genga und seine Umgebung sind vor allem dank der Tropfsteinhöhlen von Frasassi berühmt geworden, aber in der gleichnamigen Talenge finden wir auch zahlreiche andere Höhlen, die in ältesten Zeiten von Menschen bewohnt waren. Offensichtliche menschliche Spuren aus dem Mittelalter sind eine Einsiedelei und eine Wallfahrtskirche aus der Zeit von Papst Leo XII..

Tropfsteinhöhlen Frasassi
Sie bilden den größten unterirdischen Höhlenkomplex Europas. Die Höhlen sind am 27. September 1971 vom “C.A.I.” (Alpenklub) Ancona entdeckt worden und seit 1974 für die Öffentlichkeit zugänglich. Es ist unmöglich, ihr Inneres zu beschreiben, das die Natur im Laufe der Jahrtausende über jedes menschliche Ermessen hinaus erschaffen hat. 
Auf einem Touristensteg können die Besucher ungefähr einen der gesamthaft zwanzig erforschten Kilometer zurücklegen, und leidenschaftlichen Höhlenforschern stehen zwei Pfade mit verschiedenen Schwierigkeitsgraden und der nötigen Ausrüstung (Schutzanzüge und -helme) zur Verfügung.
Die verschiedenen Säle im Höhlenkomplex tragen Phantasienamen nach den Figuren, welche die Kalk-“Skulpturen” zu erwecken scheinen (Saal der Riesen, Saal der kleinen Kerzen, Abgrund Ancona, Finnlandsaal, etc.). Der Gesamteindruck wird mithilfe der Lichtspiele des Fernsehbühnenbildners Carlo Cesarini (1923-1996) aus Senigallia auf märchenhafte und eindrucksvolle Art verstärkt.

Kapelle der Madonna und Felsenhöhle von Frasassi
Nach einem ungefähr zehnminütigen Aufstieg erreicht man die große Felsenhöhle, den Eingang zu jener Höhle, die früher “Caverna di Frasassi” genannt wurde und vor der Entdeckung der heute für die Öffentlichkeit geöffneten Tropfsteinhöhlen die größte und beeindruckendste der Talenge war.
Neben dem Eingang steht eine achteckige, klassizistische Kapelle, die im Volksmund “tempietto” (Tempelchen) genannt und dem berühmten Architekten Giuseppe Valadier (1762-1839) zugeschrieben wird. Sie wurde in den Jahren 1818 bis 1825 auf Wunsch von Papst Leo XII. mit vor Ort ausgegrabenen Steinen erbaut, und in ihrem schmucklosen Innern herrscht eine stimmungsvolle Atmosphäre. Hier wird eine Reproduktion der eleganten, weißen Marmorstatue der “Madonna mit Kind” verehrt, deren Original im Museum für sakrale Kunst “San Clemente” in Genga ausgestellt ist. In der Nähe befindet sich, an die Felswand geklammert das uralte benediktinische Frauenoratorium „Santa Maria Infrasaxa“ (11. Jh.).

Route 3
Außerhalb der Talenge kann man auf den umliegenden Anhöhen und in den von den Wildbächen ausgegrabene Schluchten ruhige, unberührte Fleckchen antreffen und auch Spuren finden, die der Mensch auf seiner Suche nach einem uneinnehmbaren Gelände hinterlassen hat.

Burganlage Pierosara
Das antike Castellum Petrosum war eine Siedlung der Longobarden, ausgewählt als strategischer Kontrollpunkt über die beiden Schluchten “della Rossa” und “Frasassi”. Diese Abstammung hat ihre Spuren bis mindestens ins 12. Jh. hinterlassen, denn bis dahin haben sich die Dorfeinwohner an das longobardische Gesetz gehalten.
Die bezaubernden, typisch mittelalterlichen Bauten dieser geschlossenen Ortschaft weisen ein doppeltes Verteidigungssystem auf: im unteren Teil haben wir den Vorort mit dem befestigten Stadttor und auf dem höchsten Punkt den mächtigen, viereckigen Turm mit dem alten Ortskern. Nach der zweiten Stadtmauer kommt man auf einer eindrucksvollen Treppe zur Kirche “San Sebastiano“. Zuoberst auf der Burganlage steht der fünfzehn Meter hohe Turm, an dem noch der alte Eingang zu sehen ist, den man mit einer Sprossenleiter erreichte, die bei Gefahr eingezogen werden konnte.

“Scappuccia”-Tal
Dieses Blumenschutzgebiet (ca. 3 km von Genga entfernt) ist von einer kleinen Schlucht an der Straße zwischen Genga und Arcevia aus erreichbar. Das kleine Tal ist aus botanischer Sicht sehr interessant, wir finden hier nämlich seltene Blumenarten und eine Vielfalt an naturbelassenen, grundsätzlich unberührten Winkeln. Ein Besuch ist vor allem im Herbst mit seinen intensiven Laubfarben sehr eindrücklich, und man kann in dieser Jahreszeit gut beobachten, welche Einflüsse das Klima auf die Pflanzenwelt hat.
Auf einem ansteigenden Fußweg, der dem Lauf eines Wildbachs folgt, kommt man durch einen Wald zu einem Saumpfad, der in das Dörflein Capolavilla führt, um nach einem ungefähr zweistündigem Fußmarsch auf die Teerstraße in der Nähe des Ausgangsortes zurückzukehren.


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