1. Vai direttamente al menu principale
  2. Vai direttamente al contenuto
  3. Vai direttamente al menu di destra
Routentipps Sassoferrato PDF Drucken E-Mail

Das Gemeindegebiet von Sassoferrato ist sehr weitläufig und birgt unzählige Kunstwerke, Sehenswürdigkeiten und Naturschönheiten. Wir möchten Ihnen an dieser Stelle einige besonders eindrucksvolle und gut erhaltene Stätten vorstellen.

Route 1
Unterhalb der Burganlage Sassoferrato, in Richtung Fabriano, befand sich früher die römische Stadt Sentinum, deren Name wahrscheinlich von dem nahen Fluss stammte, der heute noch durch das Tal fließt. Nach dem griechisch-gotischen Krieg (6. Jh. n. Chr.) zerfiel sie, aber durch die systematische Ausplünderung von Steinen, Ziegeln und Säulen entstanden aus ihren Ruinen Sassoferrato und die Abtei “Santa Croce dei Conti” (Heiliges Grafenkreuz).

Regionaler archäologischer Park von Sentinum - Musan.it
Das Gelände der römischen Stadt Sentinum ist reich an archäologischen Zeugnissen aus der Zeit vom 1. Jh. v. Chr. bis zum 3. Jh. n. Chr.. Von der Stadtanlage sind noch einige Teile der Stadtmauer zu sehen und vor allem sind die alten, mit großen Kalksteinen gepflasterten und von Gehsteigen gesäumten Straßen noch gut erhalten. Es wurde auch eine großes Thermalbad entdeckt, in dem die typische Aufteilung der römischen Thermen in frigidarium (Kaltbaderaum), tepidarium (temperierter Baderaum) und calidarium (Warmbaderaum) noch erkennbar ist. Überdies sind auch einige Räume der Werkstatt eines Bronzearbeiters ans Licht gekommen.
Im nahegelegenen Ortsteil “Santa Lucia” wurden Fundamente von beachtlicher Größe freigelegt, datierbar auf das 2. Jh. n. Chr. und als Privatvilla oder Herberge gedeutet. Im zentralen Teil sind ein großer Innenhof mit den Resten eines Mosaikbodens, eines Säulenganges aus rotem Schotter aus Verona und eines großen Badehauses zu sehen.

Abtei “Santa Croce dei Conti” (Heiliges Grafenkreuz)
Diese Abtei (zweite Hälfte des 12. Jh.) liegt abgelegen außerhalb der Altstadt auf dem „Monte Santa Croce“ (hl. Kreuzberg), mitten im Wald. Es handelt sich um ein bezauberndes romanisches und wenig bekanntes Kunstwerk, wahrscheinlich von lombardischen Handwerkern erbaut. Zu ihrer Fertigstellung wurde viel Material von der nahen Römerstadt Sentinum verwendet, wie z. B. die gewaltigen Steinsäulen. Von Außen sind der Glockenturm aus dem 15. Jh. und der mit Blumen und geometrischen Motiven geschmückte Portalbogen aus Stein zu bewundern, der getragen wird von Kapitellen mit dem eingemeißelten Verzeichnis der mittelalterlichen Bestiarien.
Die Säulen des inneren Zentralbaus (griechisches Kreuz) sind von großen, mit pflanzlichen, tierischen und menschlichen Motiven verzierten Kapitellen in verschiedenen Gestaltungen gekrönt (zweite Hälfte des 12. Jh.). Bemerkenswert sind die Fresken aus der Schule von Fabriano (14. Jh.), die eine der Absiden schmücken und das “Legendäre Leben des hl. Apostels Thomas“ darstellen. Weitere Fresken finden wir an den Säulen, so z.B. eine “Heilige Scholastika aus Nursia” und einen “Heiligen Albert”, während in einer Kapelle eine außergewöhnliche Altarverkleidung aus Holz mit Goldverzierungen aus dem 17. Jh. zu sehen ist, wahrscheinlich ein Werk des französischen Holzschnitzers Leonardo Scaglia.

Route 2
Sassoferrato besaß eine Reihe von eigenen Burganlagen, die den Hauptort umgaben und von denen aus das Gelände überwacht wurde. Obwohl sie im Laufe der Zeit mehrmals umgebaut worden sind, ist ein Besuch der kleinen Orte Castagna, Monterosso, Rotondo und Coldellanoce dennoch zu empfehlen. Cabernardi hingegen ist ein weniger antiker Ort, jedoch interessant für seine Industriearchäologie.

Cabernardi
Nach der Entdeckung eines Schwefelvorkommens begann man hier im Jahr 1886 mit dem Abbau dieses Minerals. Im “Museo della Miniera di Zolfo” (Schwefelbergwerk-Museum) werden anhand zahlreicher Zeugnisse siebzig Jahre Bergwerksleben und -arbeit erzählt. Werkzeuge und Gerätschaften zur Förderung des Minerals, Gasmasken, Helme für Grubenarbeiter, Presslufthämmer, Lampen, Lagepläne und das Modell des Bergwerks mit seinen Hauptschächten veranschaulichen die Arbeit der Bergleute und die Härte dieser Arbeit aus vergangenen Zeiten auf eindrückliche Weise.
Überdies ist der Schwefel als Rohstoff ausgestellt: wie er in seiner ursprünglichen Kristallform - in Blöcken zu 50 kg - aus dem Berg kam und wie er sich in seiner reinen Form nach der Verarbeitung zeigte. Daneben werden auch andere, von den Bergleuten von Cabernardi gespendete Minerale gezeigt wie Pyrit, Aragonith, Kupfer, Fluorith, Quarz etc.. Sehr eindrücklich ist der Saal mit dem Bildmaterial (über zweihundert Fotos) und die alten Zeitungsausschnitte, die nicht nur die Arbeit im Bergwerk und die dramatischen Ereignisse vor dessen Schließung aufzeigen, sondern auch die erholsamen und festlichen Augenblicke im Leben der Grubenarbeiter festhalten.

Coldellanoce
Diese Siedlung entstand wahrscheinlich im 12. Jh. und wurde im 14. Jh. befestigt. Diese Burganlage unterscheidet sich wesentlich von den anderen in der Umgebung, da sie nicht verschanzt auf einer Berghöhe, sondern im Talboden liegt. Auf einigen Seiten wurde sie durch einen Burggraben und auf den restlichen durch einen künstlichen Wassergraben geschützt. Heute ist leider fast nichts mehr von der ursprünglichen Struktur übrig geblieben und auch die Kirche „San Lorenzo“ ist abgerissen worden.
In der neuen Kirche aus dem 19. Jh. finden wir jedoch zwei kleine Schmuckstücke der märkischen Kunst: eine “Rosenkranzmadonna”, eine reizende, volkstümliche Freske von Ercole Ramazzani (1535-1598) und ein Triptychon von Matteo da Gualdo (15. Jh.) mit der “Madonna mit Kind zwischen den Heiligen Lorenz und Sebastian” in einem typischen, flammend gotischen Goldrahmen.


 
 

logo Parco Gola della Rossa e Frasassi

logo Comunità Montana

Logo accessibilità

Logo attestante il superamento, ai sensi della Legge n. 4/2004, della verifica tecnica di accessibilità.